HÄUFIGE FRAGEN

Pflanzenschutzkartell & Schadensersatz

collapse_icon

Was ist unter dem "Pflanzenschutzkartell" zu verstehen?

collapse_icon

Nach den Erkenntnissen des Bundeskartellamts haben neun Großhändler von Pflanzenschutzmitteln („Kartellanten“) auf dem deutschen Markt zwischen 1998 und März 2015 ein Kartell gebildet, indem sie jeweils im Frühjahr und Herbst ihre Preislisten für Pflanzenschutzmittel miteinander abgestimmt haben.

Grundlage der Abstimmung war eine gemeinsame Preiskalkulation der Kartellanten, die zu weitgehend einheitlichen Preislisten für Einzelhändler und Endkunden führte. Für zentrale Produkte haben sich die Kartellanten zum Teil sogar darüber abgesprochen, welche Rabattspannen sie auf diese Preislisten gewähren würden und darüber hinaus teilweise selbst über „Netto-Netto-Preise“, also über die Abgabepreise gegenüber Einzelhändlern und Endkunden ohne weitere Rabattierung. Das Bundeskartellamt hat deshalb Bußgelder in Höhe von insgesamt rund 157 Millionen Euro verhängt.

Das Bundeskartellamt hat die Ermittlungsergebnisse im sogenannten Fallbericht nachgehalten.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die im Kartellzeitraum zwischen 1998 und März 2015 bezogenen Pflanzenschutzmittel zu teuer waren.

Wer war am Pflanzenschutzkartell beteiligt?

collapse_icon

Folgende Großhändler von Pflanzenschutzmitteln waren am Kartell beteiligt:

⦁ AGRAVIS Raiffeisen AG, Hannover/Münster

⦁ AGRO Agrargroßhandel GmbH & Co. KG, Holdorf

⦁ BayWa AG, München

⦁ Beiselen GmbH, Ulm

⦁ BSL Betriebsmittel Service Logistik GmbH & Co. KG, Kiel

⦁ Getreide AG, Hamburg

⦁ Raiffeisen Waren GmbH, Kassel

⦁ ZG Raiffeisen eG, Karlsruhe

⦁ Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG, Köln

Alle Kartellanten haben den vom Bundeskartellamt ermittelten Sachverhalt inzwischen bestätigt und einer einvernehmlichen Verfahrensbeendigung zugestimmt (sog. „Settlement“). Die Kooperation der Großhändler führte zu einer Reduzierung des jeweiligen Bußgeldes.

Gegen die Beiselen GmbH hat das Bundeskartellamt keine Geldbuße verhängt, weil sie als sogenannte Kronzeugin dem Bundeskartellamt erstmalig Kenntnis von dem Kartell verschafft hat.

Waren auch Landhändler am Kartell beteiligt?

collapse_icon

Landhändler waren nicht am Kartell beteiligt. Dennoch liegt es nahe, dass Landwirte auch beim Bezug von Landhändlern einen Kartellschaden erlitten haben, weil Landhändler die höheren Ausgangspreise der Großhändler wahrscheinlich an die Landwirte weitergegeben haben, indem sie auf ihre Einkaufspreise eine Marge aufschlugen.

Was waren die Folgen des Kartells?

collapse_icon

Es ist in der deutschen Rechtsprechung anerkannt, dass Kartellanten ein Kartell bilden und unterhalten, um höhere Preise als bei einem funktionierenden Wettbewerb erzielen zu können. Kartellanten entziehen sich durch das Kartell regelmäßig dem Wettbewerb, weil sie dadurch nicht oder nur begrenzt in Konkurrenz zueinanderstehen. Sie verlangen dann für ihre Produkte einen höheren Preis als sie es bei einem funktionierenden Wettbewerb könnten. Wie viel höher der Preis in Folge eines Kartells liegt, ist eine Frage des Einzelfalls und lässt sich nicht pauschal beantworten. Es kommt dafür auf den spezifischen Markt und auf die Art der Kartellabsprachen an. Die Preisüberhöhung in Folge des Kartells wird als Kartellschaden bezeichnet.

Für den Nachweis des Kartellschadens müssen Geschädigte mit Hilfe von hoch-spezialisierten Wettbewerbsökonomen bestimmen, wie viel die entsprechenden Pflanzenschutzmittel gekostet hätten, wenn es das Kartell nicht gegeben hätte. Mit absoluter Genauigkeit wird dieser hypothetische Sachverhalt nie festgestellt werden können. Deutsche Gericht lassen insoweit jedoch auch verständige Schätzungen zu. Allerdings ist auch diese Hürde hoch. Der Nachweis eines Kartellschadens ist Kern eines Kartellschadensersatzverfahrens. Für die Bestimmung des hypothetischen Marktpreises benötigen die Wettbewerbsökonomen umfassende Daten, um den Schaden möglichst präzise schätzen zu können.

Habe ich einen Kartellschaden, wenn ich Pflanzenschutzmittel vom Landhändler bezogen habe?

collapse_icon

Landhändler waren nicht am Kartell beteiligt. Dennoch liegt es nahe, dass Landwirte auch beim Bezug von Landhändlern einen Kartellschaden erlitten haben, weil Landhändler die höheren Ausgangspreise der Großhändler wahrscheinlich an die Landwirte weitergegeben haben, indem sie auf ihre Einkaufspreise eine Marge aufschlugen. Daher ist zu vermuten, dass der Kartellschaden am Ende beim beziehenden Landwirt angekommen ist. Der Nachweis dieser Schadensweitergabe vom Landhändler an den Landwirt ist jedoch eine nicht zu unterschätzende Herausforderung in einem Kartellschadensersatzprozess.

Muss der Landhändler selbst bei den Kartellanten gekauft haben, damit ein Kartellschaden entstanden ist?

collapse_icon

Nein, die Landhändler müssen die Pflanzenschutzmittel nicht bei den Kartellanten gekauft haben. Da es sich bei den Kartellanten um einflussreiche Unternehmen auf dem deutschen Markt handelt, haben die Preisentscheidungen dieser Unternehmen zur Folge, dass sie den am Markt üblichen Preis beeinflussen. An diesen Preisen orientieren sich auch andere Unternehmen für ihre eigenen Preise für den Verkauf von Pflanzenschutzmitteln. Diese Beeinflussung nennt man Preisschirmeffekt, weil die Preisabsprachen der Kartellanten auch mittelbaren Einfluss auf die Preissetzung durch andere Händler am Markt haben.

Habe ich einen Anspruch auf Schadenersatz?

Sofern Sie im Kartellzeitraum Pflanzenschutzmittel in Deutschland bezogen und verwendet haben, liegt es sehr nahe, dass Sie für die Pflanzenschutzmittel zu viel bezahlt haben. Dabei kommt es voraussichtlich nicht darauf an, bei wem Sie die Pflanzenschutzmittel bezogen haben. Den Mehrpreis („Kartellschaden“) können Sie von den Kartellanten ersetzt verlangen.

Sollten Sie Pflanzenschutzmittel selbst weiterverkauft haben, ist es jedoch möglich, dass Sie den Kartellschaden ebenfalls weitergegeben haben, sodass Ihnen in dem Fall kein Schadensersatzanspruch mehr zustehen würde.

Wie kann ich meine Schadenersatzansprüche durchsetzen?

Die Kartellanten haben bereits in der Presse verlautbart, dass den Abnehmern von Pflanzenschutzmitteln kein Schaden entstanden sei. Das ist ein klares Signal dafür, dass die Kartellanten die Kartellschäden nicht freiwillig ersetzen werden. Es ist deshalb sehr wahrscheinlich, dass Sie Ihre Ansprüche gerichtlich werden durchsetzen müssen.

Die gerichtliche Durchsetzung ist sehr teuer, aufwändig und langwierig. Um gegen die Kartellanten vor Gericht erfolgreich zu sein, werden Sie auf das Kartellrecht spezialisierte Rechtsanwälte brauchen. Zudem müssen Sie zu Beginn eines Schadensersatzverfahrens die Gerichtskosten vorstrecken. Um vor Gericht nachzuweisen, dass Sie einen Kartellschaden hatten, brauchen Sie hoch-spezialisierte Wettbewerbsökonomen, die den Kartellschaden berechnen können.

Die Kartellanten werden ebenfalls eigene Ökonomen beschäftigen, sodass die Kartellverfahren regelmäßig in einem intensiven Schlagabtausch zwischen Ökonomen münden. Kartellschadensersatzverfahren können leicht zehn Jahre oder länger dauern.

Sofern Sie den Kartellschadensersatzprozess verlieren sollten, müssten Sie für die Kosten aufkommen, und zwar für Ihre eigenen Kosten, für die Gerichtkosten und für die Kosten der Kartellanten und die jeweiligen Ökonomen. Das Kostenrisiko ist mithin immens.

Alternativ können Sie Ihre Ansprüche an uns verkaufen und zügig Ihr Geld erhalten. Der Ausgang eines Gerichtsverfahrens spielt dann für Sie keine Rolle mehr.

Habe ich einen Schadensersatzanspruch, wenn ich von den Verkäufern einen Rabatt erhalten haben?

In Folge des Kartells waren voraussichtlich die Grundpreise für die Pflanzenschutzmittel zu hoch. Wenn Sie auf diesen zu hohen Preis einen Rabatt bekommen haben, haben Sie immer noch mehr für die Mittel bezahlt, als wenn Sie einen Rabatt auf den Marktpreis ohne Kartell erhalten hätten. Zudem haben sich die Kartellanten auch teils über Rabatte abgestimmt, sodass Sie möglicherweise ohne Kartell einen höheren Rabatt erhalten hätten.

Verkauf der Schadenersatzansprüche und seine Vorteile

collapse_icon

Was ist ein Anspruchsverkauf?

collapse_icon

Im Rahmen des Verkaufs übertragen Sie uns - gegen Zahlung des vereinbarten Kaufpreises - Ihre Schadensersatzansprüche. Sie erhalten danach schnell Ihr Geld und müssen nicht das Ende eines langwierigen Prozesses abwarten. Ob wir die Ansprüche letztlich erfolgreich gegen die Kartellanten geltend machen, spielt für Sie keine Rolle mehr. Sollte unsere Durchsetzung scheitern, behalten Sie selbstverständlich Ihr Geld. Die Durchsetzung der Schadenersatzansprüche ist allein unser Risiko.

Wer ist agrarClaim?

collapse_icon

agrarClaim ist ein deutscher Rechtsdienstleister spezialisiert auf die Durchsetzung von streitigen Forderungen. Hierfür beauftragen wir Rechtsanwälte und Wirtschaftsexperten mit der Durchsetzung kartellrechtlicher Schadensersatzansprüche. Durch den Kauf Ihrer Forderungen erhalten Sie von agrarClaim schnell ihr Geld, ohne den Aufwand und das Risiko langwieriger Prozesse. Dabei sorgen wir mit unserer langjährigen Legal Tech Expertise für eine effiziente Abwicklung.

Warum sollte ich meine Ansprüche an agrarClaim verkaufen?

collapse_icon

Ein Anspruchsverkauf hat für Sie folgende Vorteile:

⦁ Sie bekommen Ihr Geld sofort nach Übertragung Ihrer Ansprüche und nicht erst nach Abschluss eines langwierigen Gerichtsverfahrens.

⦁ Sie tragen nicht das Risiko, den Prozess zu verlieren und vollkommen leer auszugehen.

⦁ Sie müssen nicht selbst als Kläger in einem Gerichtsprozess nach außen in Erscheinung treten.

⦁ Sie zahlen keine Gerichtskosten oder Honorare für eigene Anwälte und Wettbewerbsökonomen.

⦁ Sie müssen im Falle eines verlorenen Prozesses nicht für die Prozesskosten der Kartellanten aufkommen.

⦁ Sie tragen nicht das Insolvenzrisiko eines Prozessfinanzierers, falls Sie einen eigenen Gerichtsprozess finanzieren lassen.

Für die Durchsetzungen der Forderungen arbeiten wir mit der Rechtsanwaltskanzlei Hausfeld Rechtsanwälte LLP zusammen. Die Kanzlei verfügt über umfassendes Know-how und langjährige Erfahrung bei der Entwicklung innovativer Lösungen in wettbewerbsrechtlichen Streitigkeiten.

Welche Ansprüche kauft agrarClaim?

collapse_icon

Wir kaufen Ansprüche aus dem Bezug von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland ab dem 1. Juli 2006 bis mindestens Ende 2015. Unerheblich ist, wo oder bei wem Sie die Produkte gekauft haben. Da wir Ihnen möglicherweise auch ein Kaufangebot über Bezüge aus dem Zeitraum nach Ende 2015 (sogenannter Nachkartellzeitraum) machen können, bitten wir Sie, uns auch Rechnungen bis Ende 2020 zu senden.

Insgesamt können wir nur Ansprüche kaufen, für die Sie Rechnungen haben und die noch nicht gerichtlich geltend gemacht oder anderweitig abgetreten wurden.

Ansprüche aus der Zeit vor September 2005 sind voraussichtlich (entweder vollständig oder zumindest gegen einige Kartellanten) bereits verjährt (Stand Juli 2021). Weitere Ansprüche verjähren von Tag zu Tag. Da für unsere gerichtliche Durchsetzung ein zeitlicher Puffer notwendig ist, kaufen wir Ansprüche ab Juli 2006.

Wie hoch ist der Kaufpreis?

collapse_icon

Die nur im Erfolgsfall von den Kartellanten geleistete Entschädigung beläuft sich bei solch einem Kartell erfahrungsgemäß auf 5% bis 10 % der Netto-Rechnungssumme. Wir bezahlen Ihnen bis zu 20 % davon, ohne Rücksicht auf den Erfolg oder die Dauer des Verfahrens.

Nachdem wir Ihre Originalrechnungen ausgelesen haben, teilen wir Ihnen den angebotenen Kaufpreis mit. Sie entscheiden dann, ob Sie Ihre Ansprüche verkaufen möchten.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

collapse_icon

Es kommen keine Kosten auf Sie zu.

Warum muss ich jetzt handeln?

collapse_icon

Ihre Ansprüche verjähren von Tag zu Tag, sodass Sie zeitnah über die Durchsetzung Ihrer Ansprüche nachdenken sollten, um nicht weitere Ansprüche zu verlieren.

Um Ihre Ansprüche an agrarClaim zu verkaufen, registrieren Sie sich bitte bis zum 30. September 2021.

Muss ich vor Gericht erscheinen?

collapse_icon

Nein, den Prozess führen wir allein. Sie müssen nicht nach außen in Erscheinung treten.

Wir kommen allenfalls mit kleinen Rückfragen auf Sie zu.

Wann bekomme ich den Kaufpreis?

collapse_icon

Sobald wir Ihre Rechnungen geprüft und eine Mindestzahl von geschädigten Landwirten Interesse am Verkauf ihrer Ansprüche bekundet haben, machen wir Ihnen ein konkretes Kaufangebot für Ihre Ansprüche. Entscheiden Sie sich zum Verkauf an uns, bekommen Sie nach Übertragung Ihrer Ansprüche schnell Ihr Geld und nicht erst nach einem viele Jahre dauernden Schadensersatzprozess gegen die Kartellanten.

Sie behalten den Kaufpreis in jedem Fall, und zwar unabhängig davon, wie unser späterer Schadensersatzprozess ausgeht.

Registrierung für den Anspruchsverkauf

collapse_icon

Was ist unter der Registrierung zu verstehen?

collapse_icon

Mit Ihrer Registrierung teilen Sie uns Ihr Interesse an einem Anspruchsverkauf mit und erhalten einen persönlichen Zugang zum passwortgeschützten und gesicherten Onlineportal. Dort können Sie uns weitere Informationen zu Ihrem Betrieb zur Verfügung stellen und eine Kooperationsvereinbarung mit uns abschließen.

Schließe ich mit der Registrierung bereits einen Vertrag ab und verkaufe meine Ansprüche?

collapse_icon

Nein, die Registrierung ist unverbindlich.

Mit der Registrierung schließen Sie keinen Vertrag ab und verkaufen nicht Ihre Ansprüche. Sie teilen uns nur Ihr Interesse an einem Anspruchsverkauf mit und erhalten einen persönlichen Zugang zum passwortgeschützten und gesicherten Onlineportal.

Wer kann sich bei agrarClaim registrieren?

collapse_icon

Registrieren können sich alle Betriebe, die zwischen dem 1. Juli 2006 und Ende 2015 Pflanzenschutzmittel in Deutschland bezogen und verwendet haben, sofern der Erwerb durch Rechnungen belegt werden kann. Es ist nicht erforderlich, dass Sie die Pflanzenschutzmittel von einem Kartellanten bezogen haben. Es kommt auch nicht auf die Größe Ihres Betriebes oder den Umfang der bezogenen Pflanzenschutzmittel an.

Ich habe mehrere Betriebe - registriere ich alle?

collapse_icon

Ja, bitte registrieren Sie jeden Betrieb einzeln, der Pflanzenschutzmittel bezogen und verwendet hat (und in den Pflanzenschutzmittelrechnungen ausgewiesen ist). Sie können nicht einen Betrieb stellvertretend für mehrere Betriebe registrieren.

Kann ich einen Betrieb außerhalb Deutschlands registrieren?

collapse_icon

Ja. Entscheidend ist aber, dass dieser Betrieb Pflanzenschutzmittel in Deutschland bezogen und verwendet hat.

Muss ich für die Registrierung Mitglied eines Verbands sein?

collapse_icon

Nein, Sie müssen kein Mitglied in einem Verband sein.

Anspruchsverkauf erklärt: Schritt für Schritt

collapse_icon

Ich habe mich registriert und eine E-Mail mit dem Link zum Onlineportal erhalten. Wie geht es weiter?

collapse_icon

Der Link führt Sie zum individuellen, passwortgeschützten und gesicherten Onlineportal. Dort melden Sie sich mit der registrierten E-Mail-Adresse an und wählen Ihr individuelles Passwort.

Im Onlineportal fordern wir Sie auf, weitere Daten zu Ihrem Betrieb zu hinterlegen.

Ich habe mich registriert, aber keine weitere E-Mail und keinen Link zu dem Onlineportal erhalten oder der Link funktioniert nicht.

collapse_icon

Überprüfen Sie bitte zunächst Ihren Spam-Ordner. Nur wenn Sie keine Benachrichtigung an Ihre, bei der Registrierung angegebene E-Mail-Adresse erhalten haben, wenden Sie sich bitte an den Kundenservice (service@agrarclaim.de).

Sollte der Link nicht funktionieren, versuchen Sie es bitte zunächst in einem anderen Browser. Bei technischen Schwierigkeiten wenden Sie sich an den Support (service@agrarclaim.de).

Was ist das Onlineportal? Welche Daten trage ich dort ein?

collapse_icon

Nach der Registrierung erhalten Sie Zugang zu Ihrem persönlichen, passwortgeschützten und gesicherten Onlineportal. Das Onlineportal ist eine Plattform, auf der Sie weitere für den Anspruchsverkauf erforderliche Daten eingeben und bestimmte Unterlagen herunter- und hochladen.

Im Onlineportal tragen Sie zum Beispiel ein, in welchem Umfang Sie (in etwa) zwischen Juli 2006 und bis mindestens Ende 2015 Pflanzenschutzmittel bezogen und verwendet haben, die Sie durch Rechnungen belegen können. Relevant sind die Netto-Kaufsummen. Im Onlineportal stellen wir Ihnen zudem unsere Kooperationsvereinbarung zur Verfügung.

Was ist unter "Kooperationsvereinbarung" zu verstehen?

collapse_icon

Im Onlineportal bitten wir Sie, die Kooperationsvereinbarung herunter- und nach Unterzeichnung wieder hochzuladen. Mit der Unterzeichnung und dem Hochladen der Kooperationsvereinbarung sichern Sie uns eine exklusive Zusammenarbeit bis mindestens Februar 2022 mit Ihnen zu, damit wir Ihre Ansprüche in dieser Zeit kostenlos prüfen und Ihnen den angebotenen Kaufpreis mitteilen können.

Im Onlineportal finden Sie zudem eine genaue Erläuterung der Kooperationsvereinbarung.

Sie verpflichten sich mit dem Abschluss noch nicht zum Verkauf Ihrer Ansprüche, sondern können sich auch später (etwa nach Mitteilung des angebotenen Kaufpreises) gegen den Verkauf Ihrer Ansprüche entscheiden.

Entscheiden Sie sich dazu, die Kooperationsvereinbarung abzuschließen, laden Sie bitte den Scan der unterzeichneten Vereinbarung in Ihrem Onlineportal hoch.

BITTE BEACHTEN SIE: Schicken Sie bitte ohne ausdrückliche Aufforderung hierzu keine Dokumente oder Informationen per E-Mail oder Post an agrarClaim, da eine Verarbeitung dann nicht gewährleistet werden kann.

Wir laden die von uns gegengezeichnete Kooperationsvereinbarung ebenfalls im Onlineportal hoch.

Wann erfahre ich den Kaufpreis?

collapse_icon

Nachdem Sie eine Kooperationsvereinbarung mit uns abgeschlossen und in Ihrem Onlineportal die für den Anspruchsverkauf relevanten Daten eingetragen haben, senden Sie uns Ihre Originalrechnungen für zwischen Juli 2006 und Ende 2020 bezogene Pflanzenschutzmittel per Post zur Prüfung. Wir stellen Ihnen dafür ein Deckblatt per E-Mail zur Verfügung und teilen Ihnen die Versandadresse mit.

Wir werten Ihre Rechnungen aus und senden Ihnen das Ergebnis der Auswertung. Sie überprüfen die Auswertung und teilen uns insbesondere mit, ob Sie von den Rechnungen abweichende Kaufpreise gezahlt haben, etwa weil sie aus den Rechnungen nicht ersichtliche Rabatte auf die jeweiligen Kaufpreise erhalten haben.

Auf Grundlage der ausgelesenen Rechnungssummen und Ihrer möglichen Korrekturen teilen wir Ihnen den konkreten Kaufpreis für Ihre Ansprüche mit, sobald ausreichend geschädigte Landwirte Interesse am Verkauf ihrer Ansprüche signalisiert haben.

Sie entscheiden, ob Sie Ihre Schadenersatzansprüche zu diesem Preis an uns verkaufen möchten oder nicht. Sofern Sie Interesse am Verkauf haben, teilen Sie uns dies mit und wir bestätigen den Kauf. Sofern Sie mit dem Kaufpreis nicht einverstanden sind, würden wir die Kooperation beenden. Eine individuelle Verhandlung des Kaufpreises können wir nicht anbieten.

Wie und wann verkaufe ich meine Ansprüche?

collapse_icon

Entscheiden sich mit Ihnen ausreichend geschädigte Landwirte zum Verkauf der Ansprüche, schließen wir mit Ihnen einen individuellen Kauf- und Abtretungsvertrag.

Nach Vertragsschluss überweisen wir Ihnen kurzfristig den Kaufpreis.

Was passiert, wenn sich nicht ausreichend Landwirte zum Verkauf der Ansprüche gemeldet haben?

collapse_icon

In dem unwahrscheinlichen Fall, dass die erforderliche Zahl an geschädigten Landwirten nicht erreicht wird, senden wir Ihnen Ihre Originalrechnungen zurück und beenden die Kooperation. Dadurch entstehen Ihnen keine Kosten.

Sie müssten in diesem (unwahrscheinlichen) Fall dann allerdings Ihre Ansprüche selbst durchsetzen.

Sie können andererseits unmittelbaren Einfluss auf den Erfolg des Anspruchskaufs nehmen, wenn Sie möglichst viele Landwirte auf unser Angebot aufmerksam machen.

Daten und Dokumente

collapse_icon

Wie wandle ich den Scan der Kooperationsvereinbarung in eine PDF-Datei um?

collapse_icon

Wenn Sie eine Bild-Datei in eine PDF umwandeln wollen haben Sie dafür folgende Möglichkeiten:

1. Umwandlung vom Dateisymbol:

Sie klicken mit der rechten Maustaste auf das Symbol der Datei, das Sie umwandeln wollen. Anschließend wählen Sie die Option „Drucken“. Es öffnet sich ein Fenster, bei dem es sich um Das Drucken-Menü handelt. Weiter geht es mit der Checkliste unter Ziff. 2.

2. Umwandlung vom geöffneten Dokument:

Wenn Sie das umzuwandelnde Dokument geöffnet haben, können Sie entweder im Anzeigemenü die Funktion „Drucken“ auswählen oder einfach die Tastenkombination Strg+D oder Strg+P auf ihrer Computer-Tastatur drücken. In beiden Fällen öffnet sich ein Fenster, bei dem es sich um Das Drucken-Menü handelt.

• Hier wählen Sie denjenigen Drucker aus, der bereits auf Ihrem Computer installiert ist, und die zu druckende Datei als PDF-Datei auf ihrem Computer speichert, z.B. „Adobe PDF“, „MicrosoftPDF“, „Microsoft print to PDF“, etc.

• Nach kurzer Zeit wird sich ein Fenster („Pop-Up“) öffnen, bei dem Sie der PDF-Datei einen Namen geben und den Speicherort auf Ihrem PC bestimmen können.

3. Umwandlung von Dateien durch Internet-Anbieter:

Sie können Ihre Datei auch im Internet von einem Anbieter umwandeln lassen, der sich auf die Umwandlung von Dokumenten in PDF-Dateien spezialisiert hat. Hier stehen Ihnen zahlreiche Anbieter zur Verfügung, wenn Sie bei Ihrem Suchanbieter z.B. den Suchbegriff „convert to PDF“ eingeben. Es stehen Anbieter zur Verfügung, die eine Software zur Installation auf Ihrem PC zur Verfügung stellen (nach Installation steht Ihnen das Programm als „Drucker“ im Drucker-Menü zur Verfügung), aber auch solche, bei denen Sie lediglich Ihr Dokument per Click & Drop, d.h. durch Ziehen Ihres Dokuments in den Internetbrowser, umwandeln. Hier empfehlen wir den Anbieter https://www.ilovepdf.com/de/jpg_zu_pdf Im letzten Fall müssen Sie lediglich das umgewandelte Dokument herunterladen, in dem Sie auf den Button „Download“ oder „Herunterladen“ klicken. Sollte das Dokument nicht automatisch gespeichert werden, werden Sie von Ihrem Computerprogramm nach einem Speicherort gefragt.

Welche Daten muss ich zur Verfügung stellen?

collapse_icon

Im Rahmen der Registrierung benötigen wir zunächst folgende Informationen:

⦁ Name des Betriebes: Hier tragen Sie den vollständigen Namen des Betriebs ein, der die Pflanzenschutzmittel bezogen hat, insbesondere einschließlich einer möglichen Rechtsform (bspw. OHG, GbR, eG, KG, GmbH, GmbH & Co. KG, etc.). Sofern Ihr Betrieb nicht unter einem eigenen Namen firmiert, tragen Sie bitte den Vor- und Nachnamen des Betriebsleiters ein.

Für die Prüfung Ihrer Ansprüche ist es sehr wichtig, dass der Name des Betriebs auch in den Pflanzenschutzmittelrechnungen ausgewiesen ist. Sie können keine Ansprüche anmelden, für die andere Betriebe in den Rechnungen ausgewiesen sind.

Falls mehrere Ihrer Betriebe Pflanzenschutzmittel bezogen haben, registrieren Sie bitte jeden Betrieb einzeln. Nach der Anmeldung erfolgende Rechtsnachfolgen oder Umfirmierungen teilen Sie uns bitte unbedingt mit (service@agrarclaim.de).

⦁ Anschrift des Betriebs

⦁ Vor- und Nachname und die Kontaktdaten des Betriebsleiters und der Kontaktperson; Vor- und Nachname, Position und die Kontaktdaten der vertretungsberechtigen Person(en)

⦁ Das Jahr, seit dem der angemeldete Betrieb bewirtschaftet wird

⦁ Die Landfläche (in ha), die der angemeldete Betrieb im Durchschnitt pro Jahr zwischen 2006 und 2015 bewirtschaftet hat

Nach Ihrer Anmeldung im Onlineportal fragen wir zudem folgende weitere Informationen ab:

⦁ Ab welchem Jahr verfügen Sie noch über Rechnungen für die bezogenen Pflanzenschutzmittel?

⦁ Wie hoch war der Gesamt-Nettoaufwand des Betriebs für Pflanzenschutzmittel zwischen dem 1. Juli 2006 und Ende 2015, den Sie durch vorhandene Rechnungen belegen können? (ggf. geschätzt)

Zudem stellen wir Ihnen im Onlineportal die Kooperationsvereinbarung zur Unterzeichnung zur Verfügung.

Kann ich einen Betrieb anmelden, den ich erst 2006 übernommen habe?

collapse_icon

Sollten Sie nach 2006 einen Betrieb übernommen haben, der bereits Pflanzenschutzmittel im Kartellzeitraum bezogen und verwendet hat, können Sie diesen Betrieb dann bei uns registrieren, wenn es sich um eine vollständige Betriebsübername mit allen Rechten und Pflichten handelt.

Ein Fall der vollständigen Betriebsübernahme liegt beispielsweise im Erb- oder Erwerbsfall vor. Sollten Sie einen solchen Betrieb bei uns registrieren, benötigen wir vollständige Nachweise der Übernahme, um die Ansprüche vor der Übernahme geltend machen zu können.

Sollten Sie den Betrieb pachten, liegt keine vollständige Übernahme des Betriebs vor. In diesem Fall muss der ursprüngliche Käufer der Pflanzenschutzmittel (also der frühere Betriebsinhaber) die Schadenersatzansprüche geltend machen, da diese nicht auf den neuen Betriebsinhaber übergegangen sein dürften.

Muss ich meine Bankdaten angeben?

collapse_icon

Nein, Ihre Bankdaten teilen Sie uns erst zum Zeitpunkt des Kaufes mit.

Wie wird mit meinen Daten umgegangen?

collapse_icon

‍agrarClaim verpflichtet sich, die Privatsphäre der Website-Besucher, Kunden, Drittanbietern und anderer Geschäftspartner zu schützen. Wie wir im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit personenbezogene Daten erheben, nutzen, speichern und übertragen sowie welche Maßnahmen wir zu deren Schutz ergreifen, können Sie der Datenschutzerklärung entnehmen.

Welche Dokumente muss ich zur Verfügung stellen?

collapse_icon

Für die Registrierung benötigen wir noch keine konkreten Dokumente von Ihnen.

Wenn Sie sich entscheiden eine Kooperationsvereinbarung mit uns abzuschließen, benötigen wir sämtliche Original-Kaufbelege von Pflanzenschutzmitteln von Unternehmen mit Sitz in Deutschland aus den Zeiträumen von 1. Juli 2006 bis mindestens Ende 2020. Auf diesen Belegen muss der Name Ihres Betriebes als Käufer stehen. Etwaige spätere Umfirmierungen und Rechtsnachfolgen müssen mit den entsprechenden Handelsregisterauszügen belegt werden können.

Sofern Sie die Originalrechnungen der letzten Jahre derzeit benötigen, etwa aus aktuellen steuerlichen Gründen, müssen Sie diese nicht übersenden.

Worauf ist bei den einzureichenden Belegen zu achten?

collapse_icon

Falls Sie zur Übersendung der Kaufbelege von uns aufgefordert werden, drucken Sie bitte das Deckblatt aus , das wir Ihnen zur Verfügung stellen, und legen es oben auf die von Ihnen gesammelten Originalrechnungen über Pflanzenschutzmittel.

Wir benötigen sämtliche Originalrechnungen über Pflanzenschutzmittel, die Sie zwischen Juli 2006 und bis mindestens Ende 2020 in Deutschland gekauft und verwendet haben.

Sie unterstützen uns, wenn Sie uns die Rechnungen nicht geheftet, aber sortiert (d.h. nach Jahr und Monat) zukommen lassen.

Bitte achten Sie darauf, dass die Rechnungsunterlagen vollständig sind. Wir benötigen sämtliche Seiten, die zu einer Rechnung gehören. Nicht ausreichend ist es, wenn sie uns lediglich das Deckblatt der jeweiligen Rechnung oder nur die Seite mit dem Gesamtpreis Ihrer Bestellung senden.

Bitte senden Sie uns nur solche (Sammel-)Rechnungen, auf denen Pflanzenschutzmittel neben weiteren Produkten erworben wurden.

Bitte senden Sie uns keine Rechnungen, die von vor Juli 2006 datieren.

Bitte senden Sie uns keine Kopien, sondern nur Originale Ihrer Rechnungen, da die Originale am besten auszulesen sind. Selbstverständlich senden wir Ihnen die Originalrechnungen nach unserer digitalen Erfassung unverzüglich zurück.

Da wir bekanntlich keinen Einfluss darauf haben, wie die Postunternehmen mit den Sendungen umgehen, empfehlen wir, vor dem Versand der Originalrechnungen Kopien für sich zu erstellen.

Was mache ich, wenn mir keinerlei Belege (mehr) vorliegen?

collapse_icon

Damit wir die von Ihnen an agrarClaim abgetreten Ansprüche später geltend machen können, sind die Rechnungen über den Bezug von Pflanzenschutzmitteln unerlässlich. Sie können entsprechende Belege von Ihrem Lieferanten erfragen.

Ohne Belege können wir ihre Ansprüche nicht erwerben.

Bekomme ich meine Originalrechnungen zurück?

collapse_icon

Wir senden Ihre Originalrechnungen für Sie kostenfrei zurück, nachdem wir die Unterlagen digital erfasst haben. Bitte teilen Sie uns mit, sollte sich Ihre Anschrift nach Versand an uns geändert haben. Alternativ können Sie bei den gängigen Postunternehmen einen Weiterleitungsservice an Ihre neue Adresse einrichten lassen.

Ich habe meine Dokumente versandt, aber keine Rückmeldung erhalten. Ist alles angekommen?

collapse_icon

Aufgrund des großen Interesses an dem Verkauf der Rückerstattungsansprüche erhalten wir jeden Tag eine große Anzahl von Anfragen, sodass es einige Zeit dauert, bis wir diese bearbeiten. Wir bitten daher um Geduld. Wir werden uns nur dann mit Ihnen in Verbindung setzen, wenn Dokumente oder Informationen fehlen sollten. Wenn Sie nichts von uns hören, können Sie davon ausgehen, dass alles in Ordnung ist.

Zum Anfang

Zur Registrierung